Im Test: Die kleinste Sprühdose – Montana Black 50 ml

Montana Black 50ml Titel

Eine Sprühdose wieder befüllen und sogar deine eigene Farbe mischen, das geht! Hier zeige ich dir wie.

Obwohl die Montana 50ml Dose schon ein paar Jahre auf dem Markt ist, habe ich sie erst vor kurzem zum ersten Mal in meinem Stammladen entdeckt. Neugierig habe ich mir sofort eine Dose gakauft, um sie auszuprobieren. Hier sind meine Ergebnisse.

Es gibt diese Dose ausschließlich im Farbton Schwarz zu kaufen, wer einen anderen Farbton möchte, muss die Dose also nach dem Leersprühen selber neu befüllen.

Zu erst einmal fällt einem natürlich die Größe der Sprühdose auf. Sie ist mit Deckel gerade einmal 9,3 cm groß und hat einen Durchmesser von etwa 3,5 cm. Sie passt also locker in die Hosentasche. Kostenpunkt etwa 1,90€, was im Verhältnis zur Farbmenge im Vergleich zu einer 400ml Dose für 3,70€ natürlich ein ziemlich teures Vergnügen ist. Sie kommt mit einem für Montana untypischen Cap, welches wie ein komplett schwarzes Montana Level 2 Cap wirkt. Auf dem Foto oben ist ein anderes Cap zusehen.

Mit ihren 50ml Inhalt schafft sie erstaunlich viel Fläche zu decken. Geschätzt etwa eine Fläche von 50*50cm .Wer sie zum Taggen benutzten möchte kriegt mit ihr also mehrere kleine Tags hin.

Hier ein Beispiel, was ich alles mit einer kompletten Dose malen konnte.

Montana 50ml Inhalt
Alles hier gemalte ist mit einer 50ml Dose entstanden.

Da ich aber absolut kein Tagger bin und weder das Bedürfnis noch die Notwendigkeit habe eine besonders kleine Dose in meiner Hosentasche zu verstecken, habe ich die Montana 50ml noch aus einem ganz anderen Winkel betrachtet.

Ich habe diese Dose neu aufgefüllt und sogar meine eigene Farbe darin gemischt. Ja, das funktioniert tatsächlich und kann sogar äußerst nützlich sein, wie sich bei mir schon herausgestellt hat.

Montana 50ml auffüllen

Man kann diese Dose relativ einfach mit einem Transfer Cap oder in meinem Fall mit zwei Needle Caps wieder auffüllen. Dazu habe ich einfach eine recht volle Montana Black 400ml genommen, aus einem von zwei Needle Caps den kleinen Schlauch entfernt und das freie Ende des Schlauches des zweiten Needle Caps an das erste ran gesteckt. Nun habe ich jeweils eines der beiden Caps auf jede Dose gesetzt und anschließend beide Caps gleichzeitig gedrückt. Da die 50ml leer ist und somit keinen Innendruck hat, drückt sich die Farbe von der vollen 400ml in die kleine Dose rein. Zu Anfang geht das recht schnell, da aber der Druck in der kleinen Dose nun ansteigt, fließt die Farbe mit der Zeit immer langsamer von der großen Dose rüber. Wenn du die 50ml also maximal befüllen möchtest, dann brauchst du etwas Geduld und Kraft in den Fingern.

Wenn man zum befüllen der 50ml nun aber kein Schwarz nimmt, sondern eine andere Farbe, so kann man darin seinen eigenen Farbton mischen. Dabei muss man natürlich bedenken, dass sich immer ein kleiner Rest alte Farbe in der Dose befindet, welche die neue Farbe verunreinigt. Sauberes Weiß wird man also wohl kaum aus der kleinen Dose rausbekommen.

Eine Möglichkeit die Dose von innen zu reinigen wäre allerdings das Montana Gold Aceton Spray. Ich habe das zwar noch nicht getestet, da es sich hierbei aber um reines Lösungsmittel handelt, könnte man dieses in die kleine Dose füllen, um sie von innen zu reinigen, bevor man eine andere Farbe darin mischt.

Bei mir hat sich die Möglichkeit des Mischens einer eigenen Farbe schon als extrem hilfreich erwiesen, als ich nach längerer Zeit zu einem Auftrag zurück kehrte, um diesen zu beenden. Ich hatte meine Grautöne vergessen und neben den ganzen bunten Farbtönen nur an Schwarz und Weiß dabei. Was ich allerdings mit hatte, war die 50ml Dose und die Needle Caps zum befüllen.

Um also die fehlenden Grautöne zu ersetzen habe ich mir in der kleinen Dose mit etwas Schwarz und viel Weiß einfach mein eigenes Grau gemischt. Da es zuerst noch sehr dunkel war sprühte ich einfach immer wieder Farbe auf einen Karton, um die Dose etwas zu entleeren und füllte dann immer wieder mit Weiß nach, bis ich den gewünschten Farbton erzielte. Da ich für eine Schattierung verschiedene Grautöne brauchte arbeitete ich mich langsam von dunkel nach hell. Sobald eine Dosenladung aufgebraucht war, füllte ich nur mit Weiß wieder nach, wodurch ich einen helleren Ton erzielte. Für die kleine Fläche, die ich zu malen hatte war es durchaus hilfreich und auch wenn das Befüllen seine Zeit in Anspruch nimmt, so war es immer noch effizienter als von Zuhause die fehlenden Farbtöne zu holen.

Fazit:
Die Montana 50ml kann besonders in Kombination mit einem Transfer oder Needle Cap sehr hilfreich sein und macht großen Spaß. Vor Allem das Mischen eigener Farbe ist etwas, das man unbedingt mal ausprobiert haben sollte. Durch die Möglichkeit sie wieder zu befüllen wird auch der Verhältnismäßig hohe Preis ausgeglichen.

Die Montana 50ml und das Transfer oder auch Mixing Cap bekommst du z.B. bei Graffitilager.de.

Viel Spaß beim Sprühen
LennArt

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Mein Video zum Test gibt es hier:

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