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Buchkritik Die Graffiti Anleitung

Buchkritik: Die Graffiti Anleitung

Als ich vor kurzem dieses Buch des schweizer Jungautor Benjamin Meier auf Amazon entdeckte, zog es natürlich sofort meine Aufmerksamkeit auf sich. Es ist am 15. Juli 2017 auf Amazon erschienen und ich habe es mir zugelegt, um es kritisch zu betrachten. Preis: 21,29€

Für den ungeduldigen Leser kurz vorweg: Keine Kaufempfehlung

Aber warum?

Erster Eindruck

Mein erster Eindruck kam nicht vom Buch selber, sondern von der Präsentation auf Amazon. Obwohl das Buch zu dem Zeitpunkt erst seit etwas mehr als 2 Monaten zu kaufen war hatte es schon 67 Kundenrezensionen. Bis auf eine einzige Alle samt positiv, 62 Mal 5 Sterne, wenige mit 4 Sternen, die einzige kritische mit 1 Stern und komplett negativ verfasst.

Im Vergleich hat das Buch „Graffiti School – der Weg zum eigenen Style“, welches ich auch mehrfach auf dieser Seite empfehle und das jetzt seit genau 4 Jahren auf Amazon erhältlich ist, gerade einmal 19 Kundenrezensionen insgesamt.

Diese Tatsache machte mich schon skeptisch. Nach etwas Recherche stellte ich fest, dass dieses Buch wohl mal eine Zeit vollkommen kostenlos als E-Book erhältlich war. Dies ist eine verbreitete Praxis für neue Bücher unbekannter Autoren, um ihre Werke unters Volk zu bringen und so die ersten Kundenrezensionen zu generieren, welche spätere potenzielle Kunden zum Kauf anregen sollen.

Wenn man sich die Rezensionen allerdings genauer ansieht, dann findet man schnell ein paar Accounts von Leuten die mehrere Buchrezensionen pro Tag verfassen. Der vermeindliche Kunde der Rezension nach meiner eigenen hat am gleichen Tag noch 10 weitere Bücher rezensiert, Alle jeweils mit 5 Sternen. Da frage ich mich doch, ob diese Rezensionen vielleicht größtenteils bezahlt sind. Nur so eine Vermutung.

Auf dem Autorenprofil auf Amazon gibt es ein Video, welches ich mir vor dem Kauf des Buches angesehen habe. Hier sieht man den sehr jungen Autor ein Graffito sprühen, welches er mit KREIDE an der Wand vorzeichnet. Für die unwissenden unter euch: Kreide ist quasi Farbstaub, und wer eine Staubschicht unter einer Lackschicht aufträgt mindert die Haftung des Lackes an der Oberfläche. Teile des Bildes könnten also vorzeitig von der Wand fallen. Eine Technik also, die nicht gerade auf Professionalität des Autors schließen lässt.

So ging ich also mit einer schon vorgebildeten Meinung an das Buch heran, vielleicht nicht die beste Voraussetzung für eine Objektive Kritik.

Zum Buch selbst

Von Außen erstmal nicht schlecht. Das Cover zeigt einen einigermaßen soliden Style, der auch für den Anfänger erkennbar ist. Der Autor wird, abgesehen vom Style, auf dem Cover nicht genannt. Auf der Rückseite wird behauptet es sei „das ideale Buch, um die Kunst von Graffiti zu erlernen.“ So so, das ideale Buch also. Als nächstes verspricht es dem Leser, er würde folgende Punkte lernen:

  • Wie du dein eigenens Graffiti sprayen kannst.
  • Wie du deinen eigenen Style entwickelst.
  • Wie du dich von anderen Writern abgrenzt.
  • Und wie du in die Welt der Graffiti-Kunst eintauchen kannst.

Es folgen die Aussagen zweier „bekannter Graffiti Writer“, welche als Kommentar zum Buch dargestellt werden, aber bei genauer Betrachtung kein einziges Wort über das Buch verlieren, sondern lediglich allgemeine Tipps zum lernen vom Graffiti sind. Dies ist besonders verwunderlich da der zweite Kommentar vom Autor (CLASH) selber verfasst ist.

Die inneren Werte

Don´t judge a book by its cover. Wenden wir uns also nun dem Inhalt des Buches zu. Es beginnt mit einer kurzen Einleitung, welche mit den Worten endet „Graffiti ist eine freie Kunstform ohne Einschränkungen“ (S.0) nachdem von Graffiti im öffentlichen Raum gesprochen wird. Auf die gesetzlichen und rechtlichen Einschränkungen bzw. Aspekte wird hier erstmal nicht eingegangen. Im gesamten Buch entsteht der Eindruck es sei nicht Korrektur gelesen worden, da sich auf dem bisschen Text diverse Rechtschreibfehler tummeln. Darüber hinaus wird der Leser vom Autor einige Male mit Fachbegriffen konfrontiert, ohne eine Erklärung dieser Begriffe geliefert zu bekommen.

Der Einstieg ins Thema geschieht direkt mit einem Graffitialphabet. Dieses ist technisch von so niedriger Qualität, als sei es von einem jugendlichen Teilnehmer eines Graffitiworkshops gezeichnet worden. Schon hier wird klar, dass der Autor leider in keinster Weise über die Qualifikationen zu verfügen scheint, die ihn als Fachmann in der Materie legitimieren würden. Weiter bestätigt wird dieser Eindruck auf den folgenden Seiten. So werden die einigermaßen geübten Graffitiinteressierten (zugegeben nicht die Zielgruppe des Buches) sich spätestens auf Seite 8 fragen, warum man für dieses Werk so unverschämt viel Geld ausgeben muss, wenn man Werke ähnlicher Qualität am Schwarzen Brett jedes Großstadtjugendzentrums finden kann und vielfach bessere Anleitungen kostenlos im Internet bekommt.

Der herausragend wertvolle Tipp des Autors zum entwickeln eigener Buchstaben lautet „Verforme sie, bis sie dir gefallen“. Genaueren Bezug darauf, was dabei zu beachten ist und was mögliche Fehler beim Verformen der Buchstaben sein können, wird hier nicht genommen.

Zum Punkt ‚lernen seinen eigenen Style zu entwickeln‘ hat sich der Autor die Mühe gemacht ganze zwei Sätze zu verfassen, deren überaus hilfreiche Aussage lautet: „Wichtig ist nur, dass du mit der Zeit deinen eigenen Style entwickelst…“. Wie der Leser dies erreichen kann, wird nicht erläutert. Dazu gibt es eine Seite mit lieblos schlampigen Beispielen, welche der Autor selber als „simpel“ bezeichnet und dem Einsteiger als Inspirationsquelle dienen sollen.

Im Kapitel „Der Tag“ wird dem Graffitianfänger empfohlen seinen Tag mit Elementen wie „Pfeilen, Kronen, Kreuzen und weiteren Elementen aufzuwerten“. Weder wird hier die Bedeutung dieser Elemente erklärt noch darauf hingewiesen, dass es in der eingeschworenen Graffitiszene einem Kapitalverbrechen gleicht seinem Tag als Anfänger eine Krone aufzusetzen. Die Krone ist, wie zu vermuten lässt, Symbol von Adel. In diesem Fall Symbol dafür als Graffiti Writer besonders herausragende Leistungen erbracht zu haben, mit denen man sich den Respekt der Szene verdient hat. Also etwas, dass nach Beurteilung der laienhaften Zeichnungen im Buch, eventuell noch nicht einmal der Autor selbst sich erlauben sollte.

Die Kapitel über die Tiefe der Buchstaben sowie über Licht und Schatten sind inhaltlich einigermaßen brauchbar, allerdings genau wie der Rest des Buches sind die Erklärungen auf ein Minimum reduziert und der Autor weiß sich nicht wirklich sich gekonnt auszudrücken.

Das erste Mal, dass der Leser mit der Praxis an der Sprühdose konfrontiert wird, ist mit der Erklärung, wie man Highlights in einem Graffito sprüht, was beim Sprühen chronologisch so ziemlich das letzte ist, was man am Bild macht. Die anschließenden Praxistipps beginnen dann mit der Schablone! Ernsthaft? Du fängst die Praxis übers Graffitimalen mit der Schablone an? Das ursprüngliche klassische Graffiti wird vollkommen freihand gemalt und dieses Buch fängt die Praxistipp mit der Schablone an. Ich meine nicht, es sei nicht legitim im Graffiti Schablonen zu verwenden, ich benutzte sie ja selber sehr häufig, aber man kann einem Anfänger doch nicht den Umgang mit einer Schablone erklären, noch bevor man im den Umgang und die Handhabung mit der Sprühdose im Allgemeinen erklärt hat. Auf die Schablone folgt das Klebeband, zu diesem Zeitpunkt weiß der Leser immer noch nicht, wie eine Sprühdose zu handhaben ist… ach ja und er wird es auch in diesem Buch nicht erfahren.

!!!Ganz genau! In diesem Buch mit dem Titel „Die Graffiti Anleitung“ wird dem Leser nicht beschrieben, wie man eine Farbsprühdose zu handhaben hat!!!

Stattdessen wird in einer vierseitigen Anleitung mit 20 kleinen Einzelbildern und einem kurzen Satz pro Bild wie z.B.: „Füge auch hier eine ähnliche Farbe hinzu.“ in chronologisch falscher Reihenfolge, und mit einer so untypischen Herangehensweise, wie sie meiner Erfahrung nach geschätzte 99% aller Graffiti Writer nicht nur nicht praktizieren sondern sogar strikt ablehnen würden, der Versuch unternommen einem völlig ahnungslosen Leser beizubringen ein Graffito zu malen, ohne ihm zu erklären wie er dabei mit der Sprühdose umzugehen hat. Der Autor klebt die komplette Sillhouette des Styles mit Malerkrepp ab, um die Fill Ins (Farben innerhalb der Konturen der Buchstaben) zu sprühen und hat offensichtlich keine Ahnung vom korrekten Gebrauch der Fachbegriffe Outline und Fill In.

Im Kapitel „Character“ werden anstelle einer Erklärung oder Anleitung zum Erstellen eines Characters ausschließlich Fotos von gesprühten Graffiti Charactern gezeigt und dies auch noch ohne deren Autoren in irgendeiner Weise zu kreditieren. Die einzige Erklärung an dieser Stelle dient dazu dem Leser zu verdeutlichen WAS ein Character ist.

Das einzige, womit mich dieses Buch überraschen konnte, ist das kurze Kapitel über Anamorphose, also das malen eines Bildes, mit der optischen Illusion, es würde sich nicht flach auf der Oberfläche, sondern im dreidimensionalen Raum befinden. Leider sind auch hier die Erklärungen äußerst sparsam.

Erst ab Seite 80 wird nun endlich auf den rechtlichen Aspekt von Graffiti als Straftat eingegangen. Auch dies geschieht allerdings wieder auf eine so reduzierte und fast schon kindliche Weise, dass es für ein Buch zum Thema Graffiti meiner Meinung nach etwas unzureichend ist. Auf einer Seite, die ansonsten nur aus Bildern besteht, findet sich dann noch das Zitat „Illegales Sprayen lohnt sich nicht“. Dass darunter als Urheber dieses weisen Ausspruches der Writername Clash steht lädt zum Schmunzeln ein, wenn man bedenkt, dass der Autor des Buches Benjamin Meier a.k.a. CLASH ist und er sich hier also wieder einmal selber zitiert.

Desweiteren folgen Bilder mit der Überschrift „WALL OF FAME…“. Das es Hall of Fame heißt und nicht Wall of Fame ist zwar ein weitverbreiteter Irrglaube, in einem Buch als Überschrift allerdings ziemlich peinlich.

Wenn sich der Autor dann endlich den benötigten Materialien zuwendet, erwähnt er zu Sprühdosen nur ein einziges Produkt und einen einzigen Laden in der Schweiz (keinen Onlineshop) in dem man diese Sprühdose erwerben kann. Diese Ladenkette existiert auch in Deutschland und ist eher eine Art Künstlerbedarfsgroßhandel, für den Kauf kleinerer Mengen Sprühdosen zu mindest bei mir die teuerste Option. Auf irgendwelche anderen Produkte oder den Unterschied zwischen High Pressure und Low Pressure -Dosen wird nicht im geringsten eingegangen. Zu Makern wird nur ein Foto von drei edding 3000 Makern gezeigt und der Hinweis, man könne „Filzstifte verwenden“. Dass es diverse Acrylmaker speziell für das malen von Graffiti-Kunst gibt, die man dem Leser empfehlen könnte, scheint den Autor nicht zu kümmern.

Zum Thema Atemschutz fällt dem Autor nur ein, dass es zu einer „hohen Schädigung der Atemwege führen kann“, wenn man den Farbstaub einatmet. Dass aber auch die Lösungsmittel eine Gefahr für die Leber darstellen wird hier nicht erwähnt. Darum zeigt das Foto wohl auch nur einen Einwegatemschutz und nicht eine professionelle Atemschutzmaske mit auswechselbaren Gas- und Partikelfiltern, wie sie die meisten Graffitikünstler bei der Arbeit tragen.

Das Wort Stencil schreibt der Autor konsequent falsch, nämlich „Stencyl“, was erneut Hinweis auf seine Unwissenheit dem Thema gegenüber ist.

Nach ein paar Bildbeispielen anderer Künstler und der Empfehlung des YouTube Kanals von Saikone, welcher im Gegensatz zum Autor des Buches wirklich qualitative Tipps zum lernen von Graffiti gibt und diese auch noch vollkommen kostenlos zur Verfügung stellt, schließt das Buch mit dem Satz ab: „Du hast nun das Buch gelesen und besitzt das Wissen, um dein eigenes hochwertiges Piece zu sprayen.“(S.127) Wobei sich mir doch die Frage stellt, wie der lernwillige Leser ein hochwertiges Piece sprayen soll, wenn nicht mal der Autor selbst dazu im Stande zu sein scheint.

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieses Buch nicht nur sein Geld nicht wert ist, sondern dass es sogar eine Unverschämtheit an Unprofessionalität und Schlampigkeit darstellt. Von den 4 Punkten, die es als zentrale Lehrstoffschwerpunkte angibt, kann es gerade mal einen einzigen halbherzig erfüllen und das nur, wenn man sehr wohlwollend urteilt. Es ist voller Fehler, schlecht gesetzt und verschwendet mit seinen vielen überflüssigen schwarzen Balken eine Menge an Tinte, die für 5 Bücher reichen könnte. Es wäre akzeptabel als kostenlose Anleitung, vielleicht sogar noch für 5 Euro, aber dafür 21€ zu verlangen, dann nicht einmal die auf dem Cover gemachten Versprechen zu halten und dermaßen lückenhaften Inhalt abzuliefern ist eine Frechheit. Verständlich, dass hinter diesem Buch kein Verlag steht, „Printed in Poland by Amazon Fulfillment“, was wohl soviel bedeutet wie: Kein richtiger Verlag wollte es haben.

Ich rate jedem stark davon ab dieses Buch zu kaufen, es bietet beinahe keinen Mehrwert. Die schon fast traurige Ironie ist, dass diese Kritik vermutlich mehr Text beinhaltet, als das besprochene Buch und mich mehr Zeit gekostet hat sie zu schreiben, als das Buch zu lesen.

Stattdessen empfehle ich guten Gewissens das Buch Graffiti School, es kostet nur rund 3 Euro mehr und bietet gefühlt einhundert Mal soviel nützliche Informationen.

Viel Spaß beim Sprühen!

LennArt


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Innenraum Graffiti Büro Style

Kurzanleitung: Graffiti Buchstaben zeichnen Schritt für Schritt

Zeichnest Du gern und hast dich schon immer gefragt, wie man Graffiti Buchstaben richtig zeichnet?

Für alle Einsteiger, die sich auf die Schnelle einen Überblick darüber verschaffen wollen, wie man Buchstaben im Graffiti Stil zeichnet habe ich hier eine Schritt für Schritt Anleitung auf das Wesentliche reduziert.

Los geht’s!
Die ersten 2 Schritte dienen eher dem Verständnis und müssen nicht zwangsläufig auf dem Papier durchgeführt werden. Du kannst diese auch im Kopf durchführen und mit Schritt 3 anfangen.

Schritt 1:

Überlege dir welchen Buchstaben du zeichnen möchtest und zeichne diesen wie einen gewöhnlichen Druckbuchstaben. Achte dabei darauf aus wie vielen Linien der Buchstabe besteht. In meinem Beispiel besteht das R aus insgesamt 3 Linien, 2 geraden und einem Bogen. Ein E besteht aus 4 geraden Linien, ein O aus nur einer Linie, nämlich einem geschlossenen Kreis.

Schritt 2:

Dies ist der wichtigste Schritt. Ersetze jetzt jede Linie deines Ausgangsbuchstabens durch einen „Balken“. Balken können genau wie Linien auch um die Kurve verlaufen. Zeichne also um jede Linie einen Balken herum. Wenn du das geschafft hast steht das Grundgerüst deines Buchstabens.

Graffiti Buchstaben zeichen Schritt für Schritt 1
Schritt 1 – 3
Schritt 3:

Wenn man einmal weiß wie Schritt 1 und 2 funktionieren fängt man eigentlich erst bei diesem Schritt an. Zeichne nun noch einmal mit einem Bleistift deinen Buchstaben, aber diesmal nur aus den Balken, ohne den Druckbuchstaben im Innern.

Schritt 4:

Nimm nun einen Filzstift zur Hand und zeichne die äußeren Konturen des Buchstabens nach. Lasse dabei die Stellen aus, an denen sich die Balken überschneiden. Diese Kontur nennt man im Graffiti die Outline.

Schritt 5:

Nun fügen wir Tiefe hinzu. Dazu tun wir so, als ob wir den Buchstaben schräg oder seitlich versetzen. Zeichne dafür von den Ecken des Buchstabens kurze gleichlange Linien, welche alle in die selbe Richtung verlaufen. Tu dies nur für die Ecken, an denen die neue Linie nicht innerhalb des Buchstabens verläuft. Anschließend verbindest du diese kurzen Versetzungslinien. Die so entstehenden Konturen müssten parallel zu den vorhandenen Konturen des Buchstabens verlaufen. Der Buchstabe sollte nun aussehen, als hätte er Tiefe. Wie als hätte man ihn aus einem Holzbrett herausgeschnitten. Diese Tiefe nennt man im Graffiti den 3D Block oder nur Block.

Graffiti Buchstaben zeichen Schritt für Schritt 2
Schritt 4 – 6
Schritt 6:

Male den Buchstaben bunt aus. Die bunte Farbe im Innern der Konturen des Buchstabens nennt man im Graffiti das Fillin. Hier kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. Übliche Elemente sind z.B. Farbverläufe, geometrische Formen oder andere Farbfläche wie Kreise, Rechtecke usw.
In meinem Beispiel kannst du sehen, wie ich die Tiefe des 3D Blocks noch zusätzlich mit einigen Linien herausgehoben habe, die parallel zum Block verlaufen. Die weißen Linien im Block und im Fillin sollen adeuten, dass der Buchstabe von einer Lichtquelle angeleuchtet wird. Diese meist weißen Details nennt man Highlights.

Zum Schluss kannst du noch mit einer knalligen Farbe eine zweite Kontur um den gesamten Buchstaben samt Block zeichnen. Diese wird Second Outline genannt. Und Anschließend fügst du einen Hintergrund hinzu.

Nun ist dein Graffiti Buchstabe fertig.


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Online Shops für Graffiti-Spraydosen und Alles, was dazu gehört sind z.B. inflammable, overkill oder graffitilager.

Wenn du es ganz genau wissen willst, dann ließ doch meinen detalierteren Artikel zu diesem Thema , indem ich noch mehr auf den Ursprung und die Logik von Graffiti eingehe.

Viel Spaß beim Zeichnen.
Lennart

Ein Buchtipp: